Rudolf Steiner Unterrichtsorganisation Freie Schule
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Liste von Waldorfschulen in Deutschland

Pädagogisch-Unterrichtlicher Aspekt der Waldorfschulen

Ziele sind das Einbringen lebensnaher Praktiken, die verhindern sollen, dass Schule zu einer Entfremdung vom realen Leben führt und versucht die Interessen der Jugendlichen auf die Probleme der Zeit zu richten:

  • Durchdringen der modernen Technologie, indem auf kontroverse Themen wie zum Beispiel Atomenergie, Chemie, Elektronik oder Genetik eingegangen wird
  • Vermittlung von Kenntnissen über herrschende Wirtschaftsstrukturen
  • Einsicht in die Fragen der Ökologie
  • Kenntnisse über die Nord-Süd-Problematik und daran gekoppelt die Probleme der Arbeitslosigkeit
  • Erziehung zu kritischem Konsumbewusstsein

Der „sozial-erzieherische Impetus“ hat den Sinn, dass alle die gleiche Ausbildung erfahren, gleichgültig welcher Herkunft sie sind.
Die unterschiedlich Begabten erhalten eine jeweils komplementäre Erziehung.
In neuerer Zeit sind Modelle entwickelt worden, die einer verstärkten praktischen, beruflichen, wie auch wissenschaftlichen Bildung in der Waldorfschule Rechnung tragen.

Der Lehrplan

Die Lehrfreiheit wird als Bedingung und Voraussetzung für eine glaubwürdige Erfüllung des Auftrags Erziehung zur Freiheit verstanden. Ziel der Lehrfreiheit ist es einerseits unabhängig von staatlichen Eingriffen zu sein und andererseits sollen Lehrer selbständig an der Weiterbildung der Methoden, didaktischen Grundsätzen und Plänen arbeiten können.
In Form eines Rahmenlehrplans und in der vielseitigen Praxis des Unterrichtens soll sich die Vielfalt des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens widerspiegeln.
Es sollen bei der Aufstellung und Umsetzung des Lehrplans vier Prinzipien beherzigt werden:

include
  • Das Prinzip der Menschen- und Entwicklungsorientierung, das für den Lehrer das Studium der Entwicklungsprozesse der Menschheit und der Beobachtung der Natur jedes Individuums impliziert. Aus diesen Erkenntnissen ergeben sich dann entscheidende Gesichtspunkte für die Auswahl, Anordnung und methodische Behandlung der verschiedenen Inhalte in den einzelnen Lebensaltersstufen.
  • Das Prinzip der Welt-Leben-Kultur-Orientierung, wozu alle geschichtlichen Aspekte, das Verständnis von Raum und Zeit, Natur, Kultur, Technik und soziale Welt gehören.
  • Das Prinzip der Erkenntnis- und Übungsorientierung, das durch erkennendes schöpferisches und belebenden Umgehen des Lehrers mit der Menschen- und Welterkenntnis gefördert wird.
  • Das Prinzip der Kind- und Situationsorientierung impliziert, dass der Lehrer in der jeweiligen Unterrichtssituation den individuellen und klassenspezifischen Entwicklungsstand spürt, auf ihn eingeht und in künstlerischer Weise wahrnehmend gestaltet.
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