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Kurzbiographie Rudolf Steiners

Rudolf Steiner wurde am 27. Februar 1861 als ältestes von drei Kindern eines Bahnbeamten in Kraljevec auf der Mur-Insel geboren. Ab 1872 besuchte er die Oberrealschule von Wiener-Neustadt, an der er 1879 sein Abitur ablegte.
Steiner zeigte schon früh naturwissenschaftliches Interesse und immatrikulierte sich 1879 an der Technischen Hochschule in Wien und studierte Biologie, Chemie, Physik und Mathematik. Durch die Begegnung mit dem Germanisten Karl Julius Schräer widmete er sich zusätzlich den Geisteswissenschaften und studierte Germanistik und Philosophie.
1890 siedelte Steiner nach Weimar über, um im Goethe- und Schillerarchiv intensiv mitarbeiten zu können. 1891 promovierte er in Rostock zum Doktor der Philosophie. Steiner siedelte im Jahre 1897 nach Berlin über, wo er redaktionell- publizistisch und von 1899-1904 als Lehrer an der Arbeiter-Bildungsschule tätig war.
1899 heiratete Steiner Anna Schultz; er kam mit theosophischen Kreisen in Kontakt und wurde 1902 Generalsekretär der Theosophischen Gesellschaft.
Von 1902 bis zu seinem Tode arbeitete er an der Anthroposophie als Geisteswissenschaft. In der von ihm herausgegebenen Zeitschrift ‘Lucifer-Gnosis’ wurden die Hauptinhalte der Theorie dargestellt. Nach Steiners Idee hat jeder Mensch die Fähigkeit, die Geisteswissenschaft zu verstehen und auch eigene Erkenntnisse in diese Disziplin einzubringen.
In den weiteren Jahren kam es zu einer Vortragstätigkeit im In- und Ausland und zu zahlreichen Publikationen. 1912 gründete er die Anthroposophische Gesellschaft.
1914 heiratete Steiner seine zweite Frau Marie von Sievers in Dornach. Er widmete sich im Krieg dem Ausbau des Goethenanums, der Anthroposophie und der Dreigliederung des sozialen Organismus (Rechtsleben/ Staatsverwaltung, Wirtschaftsleben/ Ökonomie sowie Geistesleben/ Bildungswesen).

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In der Dreigliederungsbewegung kamen Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten zusammen, um die Gesundung des gesellschaftlich- sozialen Lebens zu bewirken.
Mit zahlreichen Vortragsreihen insbesondere über soziale Fragen unterstützte Steiner den Direktor der `Waldorf Astoria`, Emil Molt, der freiwillig vielschichtige soziale Maßnahmen (Kinderbetreuung und Bildungsarbeit für Erwachsene) in seine Fabrik einführte, bei der Gründung der Betriebsschule.
So entstand 1919 die erste Waldorfschule in Stuttgart als Betriebsschule einer Zigarettenfabrik. Dieses revolutionäre Schulmodell sollte einer humanistischen Allgemeinbildung der Werktätigen dienen und dadurch den Anschluss an das herrschende Berufs- und Kulturleben vollziehen (mit Fächern wie Stricken, Weben, Buchbinden).
In den letzten Jahren seines Lebens hielt er noch zahlreiche pädagogische, theologische, medizinische und landwirtschaftliche Vorträge in größeren Städten Europas.
Rudolf Steiner starb nach langer Krankheit am 30. März 1925 in Dornach.

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