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Ziele sind das Einbringen lebensnaher Praktiken, die verhindern sollen,
dass Schule zu einer Entfremdung vom realen Leben führt und versucht
die Interessen der Jugendlichen auf die Probleme der Zeit zu richten:
- Durchdringen der modernen Technologie, indem auf kontroverse Themen
wie zum Beispiel Atomenergie, Chemie, Elektronik oder Genetik eingegangen
wird
- Vermittlung von Kenntnissen über herrschende Wirtschaftsstrukturen
- Einsicht in die Fragen der Ökologie
- Kenntnisse über die Nord-Süd-Problematik und daran gekoppelt
die Probleme der Arbeitslosigkeit
- Erziehung zu kritischem Konsumbewusstsein
Der „sozial-erzieherische Impetus“ hat den Sinn, dass alle
die gleiche Ausbildung erfahren, gleichgültig welcher Herkunft sie
sind.
Die unterschiedlich Begabten erhalten eine jeweils komplementäre Erziehung.
In neuerer Zeit sind Modelle entwickelt worden, die einer verstärkten
praktischen, beruflichen, wie auch wissenschaftlichen Bildung in der Waldorfschule
Rechnung tragen.
Der Lehrplan
Die Lehrfreiheit wird als Bedingung und Voraussetzung für eine glaubwürdige
Erfüllung des Auftrags Erziehung zur Freiheit verstanden. Ziel der Lehrfreiheit
ist es einerseits unabhängig von staatlichen Eingriffen zu sein und andererseits
sollen Lehrer selbständig an der Weiterbildung der Methoden, didaktischen
Grundsätzen und Plänen arbeiten können.
In Form eines Rahmenlehrplans und in der vielseitigen Praxis des Unterrichtens
soll sich die Vielfalt des sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens
widerspiegeln.
Es sollen bei der Aufstellung und Umsetzung des Lehrplans vier Prinzipien beherzigt
werden:
include
- Das Prinzip der Menschen- und Entwicklungsorientierung, das für den
Lehrer das Studium der Entwicklungsprozesse der Menschheit und der Beobachtung
der Natur jedes Individuums impliziert. Aus diesen Erkenntnissen ergeben sich
dann entscheidende Gesichtspunkte für die Auswahl, Anordnung und methodische
Behandlung der verschiedenen Inhalte in den einzelnen Lebensaltersstufen.
- Das Prinzip der Welt-Leben-Kultur-Orientierung, wozu alle geschichtlichen
Aspekte, das Verständnis von Raum und Zeit, Natur, Kultur, Technik und
soziale Welt gehören.
- Das Prinzip der Erkenntnis- und Übungsorientierung, das durch erkennendes
schöpferisches und belebenden Umgehen des Lehrers mit der Menschen- und
Welterkenntnis gefördert wird.
- Das Prinzip der Kind- und Situationsorientierung impliziert, dass der Lehrer
in der jeweiligen Unterrichtssituation den individuellen und klassenspezifischen
Entwicklungsstand spürt, auf ihn eingeht und in künstlerischer Weise
wahrnehmend gestaltet.
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